Wahnsinn Unterstützungskasse

Diese Art der betrieblichen Altersvorsorge kann ich aus Arbeitgeber-Sicht (Einzelfirma) nicht anders bezeichnen.

Ausgerechnet auf einer Innungs-Versammlung sprach ein “BERATER” über die Vorteile dieser Art der betrieblichen Altersvorsorge. Sicher wäre interessant gewesen, wenn noch “BERATER” der anderen 4 Möglichkeiten anwesend gewesen wären. Hätte ich bloß diesem “BERATER” und der Innung nicht vertraut.

Nicht erwähnt wurde: Wenn Mitarbeiter über 5 Jahre beschäftigt und das 30. Lebensjahr vollendet haben, dann ist der Vertrag unkündbar!!! Und die Unterstützungskassen sind sogar von der Versicherungsaufsicht befreit und gewähren keinen Rechtsanspruch auf zugesagte Leistungen. Bleiben die Leistungen der Unterstützungskasse aus, haftet der ehemalige Arbeitgeber als Privatperson. Deshalb MUSS der ehemalige Arbeitgeber auch noch Beiträge zur Insolvenzsicherung an den Pensions-Sicherungs-Verein (PSVaG) zahlen. Ich nenne das immer gerne “Versicherung für die Versicherung”. Stimmt nicht ganz, aber ich bin kein Jurist oder Politiker, sonst hätte ich mich auf diesen endlosen Rattenschwanz sicher nicht eingelassen.

Auch wenn ein Mitarbeiter schon VIELE Jahre NICHT mehr beschäftigt ist, MUSS der ehemalige Arbeitgeber

1) eine Jahresgebühr an die Unterstützungskasse ZAHLEN!!!

2) die Formulare an den PSVaG (Pensions-Sicherungs-Verein) für die Insolvenzsicherung lt. Kurzatteste ausfüllen und senden!!!
Selbstverständlich kann die Unterstützungskasse diese Daten nicht den PSVaG melden, denn EIN BISSCHEN BÜROKRATIE MUSS SEIN!!!

3) notfalls eine neue Adresse des ehemaligen Mitarbeiters ausfindig machen!!!

4) den ehemaligen Mitarbeiter über den aktuellen Stand informieren!!!

5) den Insolvenzsicherungs-Beitrag an den PSVaG ZAHLEN!!!

Und wenn die Firma abgemeldet wird, ändert sich selbstverständlich nichts!!! Dann ist der ehemalige Arbeitgeber als natürliche Person verantwortlich!!!

Und wenn der ehemalige Arbeitgeber verstorben ist, dann sind halt die Erben für die Punkte 1) bis 5) dran!!!

Für einen Nicht-Juristen und Nicht-Politiker ist schwer nachzuvollziehen, dass auch noch für einen Toten die Insolvenzsicherung bezahlt werden muss. Man könnte meinen, dass ein Toter nicht mehr insolvent werden kann.

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